Natur ums Haus – Trends 2022

Die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen für den Artenschutz und für die Gesundheit steht für viele Haus- und Wohnungsbesitzende ganz oben auf der Agenda. Im Trend: Alternativen zu Tropenholz, kleine Fitness-Anlagen und die Abkehr von Schottergärten.

Trend 1: Verzicht auf Tropenholz

Für die Gestaltung einer Terrasse gibt es heute viele Möglichkeiten. Vor allem lokale Holzarten, Secondhand-Produkte oder recyceltes Holz kommen verstärkt zum Einsatz. Entscheidend für eine gute Ökobilanz ist die Dauerhaftigkeit des Naturmaterials. Nicht nur Tropenholz hat die Eigenschaft, Pilze und holzzerstörende Insekten abzuweisen, das können viele heimische Hölzer wie die Robinie oder Eiche auch. Sie werden in natürlichen Verfahren, etwa mit Kohle- oder Leinölfirnis versehen oder mit Naturwachs vor Feuchtigkeit geschützt und beständig gemacht. Dabei ist das „Ergrauen“ des Holzes ein natürlicher Vorgang und kein Mangel. Im Trend ist auch die Beplankung des Außenbereichs mit abgelagerten Harthölzern. Jahrzehntealte Holzplanken aus Eiche oder Ulme erwachen als gebrauchtes Holz zum zweiten Leben. „Der Handel mit Recycling-Hölzern ist längst kein Nischenmarkt mehr“, sagt Krzysztof Pompa von der BHW Bausparkasse. „Denn die alten Hölzer reduzieren den Verbrauch von exotischen Hölzern und ermöglichen eine ästhetische, individuelle Gestaltung.“

Trend 2: Schottergärten entsorgen!

Der Abbau der zurzeit so beliebten Ziersteine, das Zermahlen und der Transport des Materials verbrauchen jede Menge Energie. Die Herstellung des Unkrautvlieses zur Abdeckung des Bodens erzeugt problematischen Müll. Schotter- und Kiesgärten kommen die Umwelt teuer zu stehen, denn sie heizen auch das Mikroklima unnötig weiter auf. Immer mehr Besitzer von Schottergärten entscheiden sich daher für einen Rückbau. Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse weist jetzt darauf hin, dass viele Städte wie Recklinghausen oder Bielefeld „Umsteigern“ bereits finanzielle Unterstützung anbieten. In den meisten Kommunen ist es allerdings noch gängige Praxis, Schotterbeete als Versiegelungsfläche anzurechnen, was die Abwasserkosten für Besitzer erhöht. „Wer sich für einen Umwandlung eines Schottergartens in Grünfläche entscheidet, sollte bei der Kommune nach Förderung fragen“, rät Binder. „Für 50 Euro pro Quadratmeter kann man einen Garten heute pflegeleicht und naturnah gestalten.“ Sie empfiehlt, sich dafür Rat bei einer Landschaftsgärtnerei zu holen.

Trend 3: Fitness im Garten

Bodentrampolin, Klimmzug- und Reckstange, Balance-Board, Hüfttrainer – Geräte für den Garten sollten sicher sein und zum Training animieren. „Man sollte nur TÜV-zertifizierte Geräte nutzen und regelmäßig ihre Standfestigkeit und Solidität prüfen“, sagt Holm Breitkopf von der BHW Bausparkasse. Gute Geräte sind aus witterungsbeständigem Edelstahl oder Aluminium gefertigt. Unabdingbar für den sicheren Stand der Stationen ist ein professionell ausgeführtes Fundament. Beliebtes Trainings- und Spielgerät für draußen ist das Turnreck mit passendem Zubehör. Kleinere Fitness-Stationen lassen sich bereits auf einer Fläche von zwölf Quadratmetern aufstellen. Dabei ist ein Rundum-Sicherheitsabstand von circa 1,5 Metern wichtig, genauso wie ein ebener Untergrund. Einen guten Fallschutz bieten Holzhackschnitzel oder Fallschutzmatten. Die Preise für kleinere Fitness-Kombinationen liegen bei 1.500 Euro, größere Stationen schlagen mit 2.500 Euro und mehr zu Buche. Hersteller hochwertiger Fitness-Stationen bieten einen Rundum-Montageservice an.

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