Ausblick auf den Immobilienmarkt 2022

Aufgrund der rasanten Entwicklung der Immobilienpreise stellen sich auch in diesem Jahr viele die Frage, wie geht es weiter? Wir schauen uns an, was in diesem Jahr passiert ist und welche Einflussfaktoren wichtig für die zukünftige Entwicklung sind.

Durch welche Faktoren werden die Immobilienpreise beeinflusst?

Viele Aspekte beeinflussen den Preis einer Immobilie, unter anderem auch die Objekt- und Marktattraktivität.

Zur Objektattraktivität gehören das Baujahr, die Ausstattung, der bauliche Zustand, die Außenanlagen und der Energiestandard. Auch die Gegebenheiten des Grundstücks sind wichtig. Ist es erschlossen? Wie ist die technische Infrastruktur, Form/Größe und Ausnutzung? Gibt es gar rechtliche Beschränkungen?

Bei fremdgenutzten Objekten bestimmen die Mieterstruktur, das Mietniveau im Objekt, die Qualität der Bewirtschaftung und des Objektmanagements und Erweiterungspotentiale wesentlich den Objektwert.

Zur Marktattraktivität zählen die makroökonomischen Rahmenbedingungen, der lokale Immobilienmarkt und die individuellen Standortfaktoren. Hier können wir eindeutig festhalten, dass die steigende Attraktivität der Stadt Berlin die Immobilienpreise nach oben treibt. Denn es besteht viel mehr Nachfrage an Wohnimmobilien, als es Angebote auf dem Markt gibt. Was zur Folge hat, dass auch ältere und/ oder sanierungsbedürftige Objekte stark im Preis gestiegen sind. Viele Menschen, die sich Wohneigentum anschaffen wollen, sind nunmehr auch bereit, die Stadt Berlin zu verlassen, um im Umland sesshaft zu werden. Das Pendleraufkommen ist geringer geworden, da das Arbeiten im Homeoffice stark an Bedeutung gewonnen hat. Vor diesem Hintergrund sind die Preise auch im Umland gestiegen und wahrscheinlich auch noch nicht am oberen Limit angekommen. Hohe Baupreise und niedrige Zinsen feuern die Preissteigerung ebenfalls weiter an.

Da sich sehr viel Geld im Markt befindet, das auch generationsübergreifend für den Immobilienerwerb eingesetzt wird, können Höchstpreise von vielen Familien bezahlt werden und die Umsatzgeschwindigkeit ist trotz des steigenden Preisniveaus sehr hoch.

Ausblick auf den Immobilienmarkt 2022
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Immobilienpreise in Berlin für Eigentumswohnungen

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in der Stadt Berlin sind in 2021 weiter gestiegen. Im Durchschnitt lagen sie bei Bestandsimmobilien bei rund 5.300 EUR/qm, das bedeutet eine Zunahme von rund 10% gegenüber 2020.

Für Berliner Verhältnisse mögen das hohe Zahlen sein. Schauen wir jedoch nach München, so finden wir dort einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 9.400 EUR, in Frankfurt zahlt der Käufer 6.500 EUR/qm und in Hamburg etwa 6.250 EUR/qm. Das relativiert das Preisniveau in der Hauptstadt.

Etwas geringer war der Preisanstieg im Neubaubereich in Berlin, denn hier zahlten Sie im Durchschnitt rd.7.300 EUR/ qm, was einem Plus von etwa 9% entspricht.

Immobilienpreise für Häuser in Berlin

Die Preise für Einfamilienhäuser in Berlin sind extrem stark gestiegen. Im Durchschnitt wurde hier ein Preis von etwa 670.000 EUR aufgerufen. Das ist ein Anstieg von ca. 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Spitzenreiter ist auch hier die Stadt München, wo durchschnittlich das Doppelte für ein Eigenheim bezahlt wird.

Ausblick auf den Immobilienmarkt 2022
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Immobilienpreise in Berlin für Mehrfamilienhäuser

Die Berliner Volksbank Immobilien GmbH konnte in 2021 aufgrund ihrer zunehmenden Bedeutung auf dem Berliner Immobilienmarkt den Kunden verstärkt Mehrfamilienhäuser anbieten. Hier sind die Preise nur leicht gestiegen. Viele Akteure hatten das erste Halbjahr abwartend gestaltet, bis sicher war, dass der Mietendeckel gekippt würde. Die Spanne der Faktoren reichte in einfachen Lagen vom 23-Fachen der erzielten Jahresmiete bis zum über 40-Fachen in sehr guten Lagen.

Bisher keine verringerte Nachfrage durch Corona

Die anhaltend gute Nachfrage konnte auch durch Corona bisher nicht unterbrochen werden. Die niedrigen Zinsen und die politischen Soforthilfen haben bisher zu keinem bedeutenden Kaufkrafteinbruch geführt. Es bleibt abzuwarten und zu beobachten, ob die Krise in bestimmten Branchen und Wirtschaftsbereichen so stark wird, dass sie zukünftig die Immobilienpreise beeinflussen könnte.

Ausblick

Da Berlin als Hauptstadt und bedeutender Wirtschaftsstandort weiter wächst und viele neue, multikulturelle Unternehmen, Menschen und Startups anzieht, gehen wir davon aus, dass die Immobilienpreise, gerade in bestimmten, bisher noch „vergessenen“ Ecken der Stadt und natürlich im Umland, weiter steigen. Auch politische Veränderungen werden nicht verhindern können, dass viele Investoren Berlin als Standort in ihren Portfolien vertreten haben wollen.

Sind Sie selbst privater oder professioneller Immobilieninvestor? Wollen Sie eine Immobilie verkaufen und kaufen? Dann sind Sie bei uns richtig. Sprechen Sie uns gern an, wir sind seit vielen Jahrzehnten bestens in der Stadt und auch im Umland vernetzt und begleiten Sie gern.

Autorin: Daniela Seide-Mainka Geschäftsführerin der BVBI

Daniela Seide-Mainka
Geschäftsführerin der BVBI
T: (030) 56 55 555-10
M: daniela.seide-mainka@bvbi.de
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Die Berliner Volksbank wünscht Ihnen ein frohes neues Jahr 2022!