Winterschäden jetzt beseitigen

Die winterliche Witterung setzt jedem Gebäude zu. Sie schadet der Substanz und kann zu teuren Folgeschäden führen. Wichtig daher: richtig heizen! Auch wenn es zunächst nach Energieverschwendung klingt, sollte ein Haus beheizt werden, um es vor Schäden zu bewahren, so raten die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB). Wohnräume sollten mindestens 17 Grad haben. Das kostet auf Dauer weniger als die spätere Beseitigung eventueller Frostschäden.

Die Heizung nachts abstellen? Bausachverständige warnen davor: Das bringt nichts, denn es dauert dann am Morgen umso länger, das Haus wieder aufzuheizen. Außerdem sinkt bei abgestellter Heizung die Temperatur im Keller und im ungedämmten Dachgeschoss stark ab. Ungeschützte Wasserleitungen können dann auffrieren. Gleiches gilt für die Ferienzeit: Wer die Heizung abstellt, der riskiert teure Frostschäden. Auch im vorübergehend leerstehenden Haus sollten die Thermostate immer noch auf 16 Grad stehen – also auf zwei bei handelsüblichen Heizkörperventilen.

Sinken die Temperaturen gegen Null, sollten Hausbesitzer ihre Immobilie gründlich inspizieren: Sind alle Kellerfenster geschlossen? Auch das Fenster in der Waschküche, das normalerweise immer offen ist? Sind alle Wasserleitungen abgestellt und entleert? Sinkt die Temperatur nämlich unter den Gefrierpunkt, können Wasserrohre platzen. Wichtig dabei: Wer einen Kaminofen hat, dessen Sauerstoffzufuhr über ein offenes Kellerfenster gesichert wird, darf das Fenster nicht einfach schließen, warnen Bauberater. Sie empfehlen, sich hier genau an die Vorgaben des Schornsteinfegers halten.

Winterschäden jetzt beseitigen
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Ebenso wichtig wie das Heizen ist auch das Lüften im Winter. Selbst an extrem eisigen Tagen muss Frischluft ins Haus, damit alte, feuchte Luft entweichen kann. Wer nicht lüftet, der riskiert Feuchte- und damit Schimmelschäden. Statt Dauerlüften mit gekipptem Fenster empfehlen Baufachleute mehrmals täglich Stoßlüften. Und zwar immer fünf bis zehn Minuten lang, am besten auf Durchzug. Nur das ist effektiv und damit auch energiesparend.

Hausbesitzer sollten während der Frostperiode immer wieder Kontrollgänge ums Haus machen und dabei auch Schneeverwehungen an Hausecken und Terrassen- sowie Balkontüren beseitigen. Beginnt es nämlich zu tauen, dann läuft das Tauwasser oft durch die Türen ins Haus oder durchfeuchtet das Mauerwerk. Schwieriger ist es, Schneeverwehungen auf dem Dach zu beseitigen. Aber auch das ist wichtig, denn durch Tauwasser können Schäden entstehen. Solche Feuchteschäden sollten Hausbesitzer umgehend beseitigen lassen, denn die durchfeuchtete Wärmedämmung schimmelt schnell und dämmt nicht mehr.

Verband Privater Bauherren (VPB) e.V.