Heizen mit Holz gibt Versorgungssicherheit

Nachhaltige, umweltfreundliche und unabhängige Wärmegewinnung

Versorgungssicherheit ist derzeit das meistgebrauchte Wort beim Thema Heizen. Die schon lange vorhandene Sorge vor kalten Räumen in Wohnungen und Häusern ist durch den Krieg in der Ukraine noch deutlich verschärft worden – und das bereits sehr umstrittene Gas aus Russland wollen viele Haushalte nicht mehr nutzen. Die Lösung steht bei jedem praktisch vor der Haustür: Heizen mit Holz bietet Versorgungssicherheit für die nächsten Jahrzehnte. Denn es gibt ausreichend Holz in heimischen Wäldern. Und es wird auch in Zukunft Holz zum Heizen aus dem regionalen Anbau geben.

Holzbestand wächst

Ziemlich genau ein Drittel der Fläche in Deutschland (32%) ist nach Auskunft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bewaldet, das entspricht rund 11,4 Mio. Hektar. Seit 2012 sind rund 50.000 Hektar dazugekommen. Deutschland besitzt damit einen Holzvorrat von 3,7 Mrd. m3 – das ist der höchste Wert in Europa, mehr als zum Beispiel in Schweden und Finnland.

Heizen mit Holz gibt Versorgungssicherheit
© GVOB / www.kachelofenwelt.de / Camina-Schmid

Kachelöfen sehr beliebt

Die große Reserve ist eine ideale Vorrausetzung für das Heizen mit Holz: In Deutschland stehen rund 11 Mio. Feuerstätten, die für das Beheizen eines Raums und teilweise als Wärmequelle für das gesamte Haus genutzt werden – inklusive warmes Wasser durch einen integrierten Wasserwärmetauscher. Welche Feuerstätte jeweils am besten für den Raum geeignet ist, weiß der Ofen- und Luftheizungsbauer. Adressen von Betrieben in der Nähe gibt es auf der Webseite www.kachelofenwelt.de. Die wichtigsten Brennholzsortimente sind Scheitholz aus dem Wald (rund 65%), Holzpellets (rund 10%) und Scheitholz aus dem Garten (rund 8%). Dazu kommen andere Brennstoffe auf Holzbasis sowie Altholz, Schnittholzreste und Landschaftspflegeholz.

Energieholz nur für Wärmegewinnung

Als Brennholz wird zumeist Holz genutzt, das nicht als Bau- und Möbelholz verwendet werden kann: Der Anteil von Waldrestholz in Kleinfeuerungsanlagen lag 2018 bei 31,4%. Seit vielen Jahren gibt es durch Stürme, Dürre, Schneebruch, Brände und Käferbefall laut BMEL immer mehr Energieholz.

Wichtiger Beitrag zur Energiewende

Holz aus regionalen Wäldern gibt es immer planbar und schnell – unabhängig von Wind und Wetter. Abgesehen vom direkten Sonnenlicht ist Holzenergie die natürlichste und umweltfreundlichste Wärmequelle des Menschen: Holz macht keine Schulden bei der Natur, denn es heizt CO2-neutral. Bei der Verbrennung in einer Feuerstätte wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie beim Wachsen gebunden wurde.

Potenzial für mehr vorhanden

Beim klaren Trend hin zu erneuerbaren Energien bei der Wärmegewinnung spielt Holz schon jetzt eine sehr wichtige Rolle: Sein Anteil bei den regenerativen Energieträgern liegt bei rund 38 %. Das Potenzial für mehr ist vorhanden – ein klarer Faktor, der die hohe Versorgungssicherheit beim Heizen mit Holz dokumentiert.

GesamtVerband OfenBau e.V. (GVOB)