Berlin&Brandenburg

Hausbau in
Berlin und Brandenburg

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Hausbau in Berlin & Brandenburg

Die Corona-Pandemie hat die Gesellschaft und unsere Vorstellungen vom Wohnen und Arbeiten verändert. Homeoffice hat deutlich an Bedeutung für die Organisation des Alltags gewonnen. Neue Formeln von Freizeit und Arbeiten sind auf dem Vormarsch. Im CBRE Wohnmarktreport konstatiert Sascha Klaus, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp: „Die teure Innenstadt verliert an Zuspruch, der Speckgürtel gewinnt an Attraktivität. Denn wer von zu Hause aus arbeitet, der benötigt mehr Platz, und dieser hat sich in der Stadt in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. Und wer nur noch zeitweise im städtischen Büro anwesend sein muss, nimmt gerne weitere Wege in Kauf, um die Mietbelastung möglichst gering zu halten und sich gleichzeitig den Traum vom Eigenheim im Grünen zu erfüllen“.

Berlin skyline with TV tower at sunset, Germany
© JFL Photography / Fotolia.com

Kurzzeitig bremste die Corona-Pandemie die Zuwanderung nach Berlin aus. Jedoch gab es bereits aus den Vorjahren einen Nachfrageüberhang nach Einfamilienhäusern, so dass es nach wie vor zu steigenden Grundstückspreisen im Speckgürtel und in den Berliner Randlagen kommt. Erfasst wurde, dass in den ersten neun Monaten 2020 insgesamt 14.900 Berliner nach Brandenburg zogen und davon 10.800 in das direkte Umland. Diese Wanderung an die Peripherie der Hauptstadt ist westlich von Spandau ebenso so zu spüren, wie östlich von Marzahn und südöstlich von Köpenick. Viele Gemeinden verzeichnen einen Bevölkerungszuwachs. Zu einer preistreibenden Bodenspekulation trug auch die neue Tesla-Fabrik in Grünheide bei, denn es wird mit hochbezahlten Mitarbeitern gerechnet.

Im Grundstücksmarktbericht 2020 für das Havelland heißt es: „Die durchschnittlichen Preise für Bauland des individuellen Wohnungsbaus stiegen im Berliner Umland deutlich um mehr als 20 % an und lagen somit im gesamten Berliner Umland über 200 Euro/m2. Falkensee und Dallgow-Döberitz wiesen die im Mittel höchsten Baulandpreise von durchschnittlich mehr als 300 Euro/m2 für individuelles Wohnen auf“. Der Traum vom Eigenheim ist weiterhin möglich aber die Preise sind ein Vielfaches höher als noch vor 3 bis 5 Jahren. Auch für ein Grundstück mit einem bestehenden Einfamilienhaus müssen Käufer tiefer in die Tasche greifen: bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern lag der mittlere Kaufpreis im Landkreis Havelland zwischen 217.000 Euro (BJ 1949-1990) bis 415.000 Euro (BJ 1991-2017). Im Detail zeigt sich, dass in Falkensee und Dallgow-Döberitz für diese Baujahre durchschnittlich zwischen 368.000 Euro und 565.000 Euro bezahlt wurde. Somit ist der Preis für eine Bestandsimmobilie im unmittelbaren Speckgürtel ähnlich wie für einen Neubau.

Haus im Spreewald
© Karl-Heinz Spremberg / Fotolia.de

Auch zwischen dem gut angebundenen Königs Wusterhausen und Schönefeld herrscht im Einfamilienhaus-Segment eine angespannte Situation. Hohe Nachfrage, wenige Bauflächen und ein geringes Angebot an Bestandsobjekten treiben die Preise in allen Segmenten zu neuen Höchstständen. „Mittlerweile erzielen Ein- und Zweifamilienhäuser mit mittleren Grundstücksgrößen in einigen Gemeinden des Landkreises Potsdam-Mittelmark sowie in Hohen Neuendorf und Glienicke/Nordbahn durchschnittlich mehr als 4.000 Euro pro Quadratmeter. 3.250 Euro pro Quadratmeter für durchschnittliche Qualitäten ist fast schon das Mindeste, was auf den Tisch gelegt werden muss“, so die Einschätzung im CBRE Marktbericht.

Somit lohnt der Blick über den Tellerrand bzw. über den Speckgürtel und die letzte S-Bahnstation hinaus. Es gibt zahlreiche attraktive Verbindung mit der Regionalbahn, teilweise kürzere Taktzeiten sowie den Streckenausbau zur Metropolregion bis 2030. Zu den Schwerpunkten gehören: Spandau-Nauen, Prignitz Express/Velten und die Nordbahn nach Oranienburg und im Süden die Verbindung Berlin-Königs Wusterhausen-Cottbus sowie von Rangsdorf nach Dresden. Weiterhin auf der Agenda eine schnelle Verbindung nach Potsdam und weiter bis nach Magdeburg. Somit könnten die größeren Städte in Brandenburg eine echte Alternative zum Speckgürtel sein, wo es Bestandsimmobilien als auch Bauland für den Neubau eines Einfamilienhauses gibt. Empfehlenswert sind Brandenburg an der Havel, Nauen, Oranienburg, Eberswalde, Müncheberg, Fürstenwalde/Spree, Zossen und Luckenwalde. Für die Städte sind der Anschluss nach Berlin, eine gute Kinderbetreuung und Ausbildung aber auch die nachhaltige Ansiedlung neuer innovativer Unternehmen zentral. Brandenburg überrascht mit wunderschönen Alleen, großen Felder oder einer einmalige Landschaft: finden Sie ihr Zuhause in einzigartiger Umgebung.

Naturschutzgebiet "Lange Dammwiesen und Unteres Annatal"
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